Mit Schwung in den Tag – Trockenbürsten am Morgen ( Tipp im Juli 2018 )

Viele kommen morgens schwer aus dem Bett, stimulieren sich erst einmal mit Kaffee oder kommen erst im Laufe des Vormittags in die Gänge. Leider übersehen sie,  dass wir den Morgen schon mit einfachen Maßnahmen zur Gesunderhaltung beginnen können: Die Stimulierung der Haut durch sanftes Bürsten ist eine altbekannte Technik, um die Sinne und die Körperfunktionen zu beleben. Zusätzlich werden auch noch die Widerstandskräfte auf allen Ebenen gestärkt. Kommen noch im Wechsel Kälte- und Wasserreize hinzu, ist das Trockenbürsten schier unschlagber.
Es braucht nur wenig Zeit, hat aber eine große Wirkung auf die Ankurbelung der Lebensgeister.

Richtiges Trockenbürsten regt die Durchblutung der Haut an und somit auch den Kreislauf. Die fließenden Bewegungen verstärken zudem auch die Herz- und Atemtätigkeit, was wiederum die Sauerstoffversorgung des Organismus verbessert. Weiter werden der Hautstoffwechsel und der Abtransport von Gewebeschlacken angeregt und die Reiniung der Haut von abgestorbenen Zellen veranlasst. Die Umstellung vom Nacht-augf den Tagesrhythmus wird gefördert, körperliches Wohlbefinden fördert die Laune, die Haut regeneriert schneller und wird straffer.Auf lange Sicht verbessert sich die Abwehrkraft, was sich in weniger Erkältungen und Allergien bemerkbar macht.
Mit Regelmässigkeit und Geduld kann die Gewebedurchblutung  und -entgiftung und  die Bindegewebsstruktur verbessert werden.

Dabei kommt es nicht auf dei Vehemenz an, sondern auf ein langsames Streichen der Haut mit leichtem, gleichmäßigem Druck von außen nach innen, von den Fußzehen zur Leiste, von den Fingerspitzen bis zur Schulter.Jeder Bürstenstrich sollte leicht und genüßlich ausgeführt werden und langsam. Drei Sekunden von den Fingerspitzen bis zur Schulter sind ein gutes Maß, gut für die Nerven, sich  nach dem Bürstenreiz wieder zu beruhigen.
Gegenanzeigen fürs Trockenbürsten sind Hautentzündungen, Sonnenbrand, Krampfadern und Besenreiser.

Wie gehen wir vor:
– Man beginnt mit den Beinen an den Zehen, kann die Fußsohlen miteinbeziehen, und bürstet in ruhigen, kreisenden Bewegungen zunächst die Außenseite am Bein von unten nach oben. Dann etwas vorsichtiger die Innenseite von oben nach unten. Drei- bis viermal wiederholen.
– Nun sind die Arme dran. Von den Fingern über die Hände zu den Armen bis zur Schulter auf derAußenseite, auf der Innenseite wieder zurück. Auch drei- bis viermal.
– Das kreisende Bürsten des Oberkörpers erfolgt vom Brustbein aus über das Schlüsselbein nach links und rechts Richtung Schulter, dann vom Brustbein aus rechts und links über die Brust Richtung Schultern, wobei die Brsutwarzen ausgelassen werden.Zum Abschluß wird vom Brustbein aus entlang des unteren Rippenbogens kreisend nach außen gebürstet.
-Die Bauchdecke wird nun von der Mittellinie aus in jede Richtung wie Sonnenstrahlen kreisend nach außen gebürstet. Es kann auch  drei- bis viermal von der rechten Leistengegend im Uhrzeigersinn nach oben zum rechten Rippenbogen, dann nach links und dann abwärts über die linke Leiste  gebürstet werden, dann wieder zurück zum Ausgangspunkt. Das dient der sanften Anregung der Darmperistaltrik und kann Verstopfungen vorbeugen.
– Eine Bürste mit langem Stil wird nun für den Rücken verwendet. In senkrechter Richtung oder waagrecht von der Wirbelsäule aus zu beiden Seiten nach außen.
– Für gesundheitlich .angeschlagene, kreislaufschwache und ältere Menschen empfiehlt sich anfangs, nur einen Teil des Körpers zu bürsten.( erst nur die Beine, dann die Arme, nach einiger Zeit Oberkörper, Bauch und Rücken. Dasbewirkt ein milderes Training des Kreislaufes.
– Die Bürste bleibt in ständigem, Kontakt mit der Haut, keine Hautparti wird ausgelassen.

Nach dem Trockenbürsten wird empfohlen, zu duschen, um die gelösten Hautpartikeelchen abzu waschen. Den Abschluß macht am Besten ein kalter Guß.
Auch die verwendeten Bürsten sind gründlich zu reinigen. Um Bakkterien im feuchten Milieu zu verhindern, werden die gereinigten Bürsten zum Trocknen über die Heizungoder in die Sonnen ( die UV-Strahlung zerrstört Keime) gelegt.Ein hochwertiges Kräuteröl kann zur weiteren Kreislaufanregung verwendet werden wie z. B.. Rosmarinöl, zur Anregung des Wärmehaushaltes eignet sich Schlehenblütenöl, Wacholder- oder Zypressenöl können als Muntermacher fungieren.

Wie sollte das „Werkzeug“ beschaffen sein?
– kein Kunststoff, die Heut wird oft gereizt,
– Pflanzenborsten sind oft zu weich, ermüden bald und verbiegen sich.So kann der der nötige Reiz auf die Haut nicht mehr ausgeübt werden.
– Tierborsten mit 2 bis 3 Zentimeter Höhewerden am angenehmsten auf der Haut empfunden und halten am längsten:
Bürsten aus Pferdehaar sind besonders weich und bestehen aus dem Mähnen- oder Schweifhaar von Pferden. Sie sind für empfindliche Haut und Kleinkinder geeignet.
Schweineborsten vom Winterkleid eines Haus- oder Wildschweines sind die längsten, kräftigsten und hochwertigsten Naturborsten und für das Trockenbürsten am Besten geeignet.

Die Kälteanwendung:
Im Wechsel mit dem täglichen Trockenbürsten werden auch sie morgens direkt nach dem Aufstehen durchgeführt. Hierbei wird drer ganze Körper oder auch nur der Oberkörper mit einem groben Waschlappen abgerieben, den man immer wieder in kaltes Wasser taucht. Danach wird der Körper mit einem rauen Handtuch abgerieben – wenn möglich sollten danach ein paar kräftige, tiefe Atemzüge frischer, kalter Luft am offenen Fenster genommen werden. Anschließendsofort warm anziehen.
Ganz Mutige können den Kältereiz noch  verstärken, indem sie sich morgens für einpaar Sekunden von oben bis unten mit eiskaltem Wasser abduschen. Danach die Haut sofort mit einem Handtuch kräftig trockenreiben.
Auch morgendliche  Wechselduschen sorgen für eine gute Durchblutung der Haut und der Gefäße und bringen den Kreislauf in Schwung. Es sollte immer erst warm, dann abschließend kalt geduscht werden.

Hinweis:
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